Es wurden sowohl Anpassungsmessungen auf den Amateurfunkbändern als auch Messungen des Richtdiagramms an der DLP 18 durchgeführt.
Die folgenden Bilder zeigen das Stehwellenverhältnis als Kriterium für die Güte der Anpassung bei verschiedenen Frequenzen:
Aus den Diagrammen ist ersichtlich, dass die Antenne zwischen 14.05 MHz und 30 MHz durchgehend eine gute Anpassung besitzt. Das Stehwellenverhältnis ist stets besser als 2. Es zeigt sich auch, dass die beiden Frequenzen 7 MHz und 10 MHz als Skip-Frequenzen (resonante Bänder) ausgeführt sind, um starke Rundfunksender im unteren Frequenzbereich der Antenne zu unterdrücken. Ausserhalb der resonanten Bänder steigt das Stehwellenverhältnis rasch an.
Bei einem Dipol erwarten man im Smith-Chart einen Halbkreis, der nach rechts offen ist. Im oben angeführten Smith-Chart ist der Halbkreis jedoch nach links geöffnet.
Der Grund hierfür liegt an der Stelle des Messpunktes. Der Messpunkt liegt am Eingang der Antenne, d.h. in der Mitte des kleinsten Dipols der Zelle.
Das 40 m-Element selbst ist aber von diesem Messpunkt ca. 10 m entfernt. Diese Entfernung beträgt im 40 m-Band genau ein Viertel der Wellenlänge,
da der Verkürzungsfaktor auf dieser 10 m Strecke 1 ist (Luft als Ausbreitungsmedium).
Somit erfolgt im Smith-Chart eine Spiegelung eines jeden einzelnen Wertes um den Anpasspunkt (Mittelpunkt des Smith-Charts).
Führt man diese Transformation an den Erwartungswerten eines Dipols durch, so ergibt sich der hier dargestellte Verlauf im Smith-Chart.
Das Richtdiagramm der Antenne bei 28.15 MHz wird wie folgt gemessen: Ein horizontal polarisierter Dipol der Länge 5.1 m
wird 4.5 m über dem Erdboden in einem Absand von ca. 400 m von der DLP 18 errichtet. Dieser Dipol sendet auf einer
Frequenz von 28.15 MHz mit
einer Sendeleistung von etwa 700 mW. Die DLP 18 empfängt das Signal und wird für die Messung des Azimutdiagramms einmal komplett
um 360° gedreht. Je nach Ausrichtung der DLP 18 zum Sendedipol ändert sich die Empfangsleistung. Aus der aufgezeichneten
Messreihe der Empfangsleistung (bezogen auf einen Winkel zwischen 0° und 360°) lässt sich das Azimutdiagramm ableiten. Auf Grund
des Reziprozitätstheorems darf die DLP 18 als Empfangsantenne zur Messung des Azimutdiagramms verwendet werden.
Wenn der kleinste Dipol der DLP 18 in Richtung des Sendedipols ausgerichtet ist, ergibt sich ein Maximum für das Empfangssignal. Dreht man die DLP 18 um 90° weiter, so ergibt sich ein Minimum der Empfangsleistung, da die Dipole der DLP 18 entlang ihrer Längsachse so gut wie keine Leistung aufnehmen.